Cäsar ist die komplexeste und spannendste Gestalt der römischen Antike. Schon zu Lebzeiten als Diktator geschmäht und als Heros und Vollender der Republifciverehrt. Wertschätzung wie Ablehnung ziehen sich durch die 2000 Jahre bis heute. Mittelalterliche Kaiser berufen sich auf jpn. Das Zeitalter der Aufklärung und die Französische Revolution feiern in Theaterstücken und Dichtungen den Tyrannen mord an Cäsar. Napoleon ahmt ihn nach und gebärdet sich als »Neuer Caesar«. Faschismus wie Nationalsozialismus seheflrin ihm ein Vorbild. Die kontroversen Stellungnahmen zu Cäsar verdeutlichen aber vor allem eines: die große Faszination, die von dieser historischen Figur ausgeht. Der Band versammelt wichtige Aufsätze über Cäsar, die in ihrer unterschiedlichen interpretatorischen Haltung ein vielschichtiges Bild der heutigen Cäsarforschung geben. Ernst Baltrusch, geb. 1956, ist Professor für Alte Geschichte an der Freien Universität Berlin. Bei der WBG erschien von ihm »Caesar und Pompeius« in der Reihe »Geschichte kompakt« (2004). Inhalt Ernst Baltrusch: Julius Caesar - eine Einführung 7 I. Caesar und seine Wirkung Friedrich Schlegel: Caesar und Alexander. Eine welthistorische Vergleichung (1796) 19 Karl Christ: Zum Caesarbild der faschistischen Epoche (2007) 41 II. Caesar und die Republik Christian Meier: Caesar (1982) 57 Klaus Martin Girardet: Politische Verantwortung im Ernstfall (1998) 81 Jochen Bleicken: Die Iden des März (1998) 93 III. Caesar und sein Krieg Dieter Timpe: Caesars gallischer Krieg und das Problem des römischen Imperialismus (1965) 107 Helga Botermann: Gallia pacata - perpetua pax. Die Eroberung Galliens und der „gerechte Krieg" (2002) 137 Wolfgang Will: Julius Caesar - eine Bilanz (1992) 159 IV. Caesar und sein Staat Martin Jehne: Der Staat des Dictators Caesar (1987) 169 Klaus Bringmann: Caesar und Augustus bei Hermann Strasburger, Matthias Geizer und Ronald Syme. Ein Vergleich (2006) 191 Werner Dahlheim: Julius Caesar. Die Ehre des Kriegers und die Not des Staates (2005) 207 V. Caesar und sein Programm Miriam T. Griffin: Clementia nach Caesar (2003) 223 Kurt Raaflaub: Caesar und Augustus als Retter römischer Freiheit? (2007) 229 Auswahlbibliographie 263 Inhalt 5 E. Baltrusch. Julius Caesar - eine Einführung 6 I. Caesar und seine Wirkung 18 F. Schlegel. Caesar und Alexander. Eine welthistorische Vergleichung 18 K. Christ. Zum Caesarbild der faschistischen Epoche 40 II . Caesar und die Republik 55 Chr. Meier. Caesar 55 K.M. Girardet. Politische Verantwortung im Ernstfall 79 J. Bleicken. Die Iden des März 91 III . Caesar und sein Krieg 105 D. Timpe. Caesars gallischer Krieg und das Problem des römischen Imperialismus 105 H. Botermann. Gallia pacata - perpetua pax. Die Eroberung Galliens und der „gerechte Krieg" 134 W. Will. Julius Caesar: eine Bilanz 156 IV. Caesar und sein Staat 166 M. Jehne. Der Staat des Dictators Caesar 166 K. Bringmann. Caesar und Augustus bei Hermann Strasburger, Matthias Gelzer und Ronald Syme 187 W. Dahlheim. Julius Caesar: Die Ehre des Kriegers und die Not des Staates 202 V. Caesar und sein Programm 218 M.T. Griffin. Cl ementia nach Caesar: Von Politik zur Philosophie 218 K.A. Raaflaub. Caesar und Augustus als Retter römischer Freiheit? 224 Auswahlbibliographie 257 Cäsar ist die komplexeste und spannendste Gestalt der römischen Antike. Schon zu Lebzeiten als Diktator geschmäht und als Heros und Vollender der Republik verehrt. Wertschätzung wie Ablehnung ziehen sich durch die 2000 Jahre bis heute. Mittelalterliche Kaiser berufen sich auf ihn. Das Zeitalter der Aufklärung und die Französische Revolution feiern in Theaterstücken und Dichtungen den Tyrannenmord an Cäsar. Napoleon ahmt ihn nach und gebärdet sich als »Neuer Caesar«. Faschismus wie Nationalsozialismus sehen in ihm ein Vorbild. Die kontroversen Stellungnahmen zu Cäsar verdeutlichen aber vor allem eines: die große Faszination, die von dieser historischen Figur ausgeht. Der Band versammelt wichtige Aufsätze über Cäsar, die in ihrer unterschiedlichen interpretatorischen Haltung ein vielschichtiges Bild der heutigen Cäsarforschung geben.Ernst Baltrusch, geb. 1956, ist Professor für Alte Geschichte an der Freien Universität Berlin. Bei der WBG erschien von ihm »Caesar und Pompeius« in der Reihe »Geschichte kompakt« (2004).