Die todkranke Cecilie erhält unerwartet Besuch: Ariel, ihr Schutzengel (Engel sind seit einiger Zeit in Mode!), macht sich bemerkbar und verwickelt sie in Gespräche über Gott und die Welt, über die menschliche Existenz, deren Begrenzung und Aufgehobensein in einem unendlichen Kosmos. Der Engel, ein Geistwesen, wünscht von ihr, dem Menschenkind, in die Geheimnisse des menschlichen Daseins eingeführt zu werden; zugleich ermöglicht er Cecilie im Rahmen ihrer Gespräche bruchstückhafte Einblicke in die Welt "jenseits des Spiegels". Dank seiner Hilfe gelingt es Cecilie, ein für ihr Alter erstaunliches Mass an Lebensweisheit zu erlangen. Und dass ihr Schutzengel Ariel auch auf ihrem letzten Gang im irdischen Dasein "durch den Spiegel" zum Reisebegleiter wird, versteht sich von selbst. - Gaarders stark von mythischen Bildern und philosophischem Denken geprägter Roman versteht sich als Denkanstoss im Hinblick auf eine Auseinandersetzung mit letzten Fragen. Die Figur der Cecilie, die als Vermittlerfigur zwischen jugendlichem Lesepublikum und religionsphilosophischem Gehalt des Romans eingesetzt ist, gerät teilweise nicht glaubwürdig: Argumentation und Reflexion bewegen sich auf einem dem Alter der Protagonistin nicht entsprechenden Niveau. Als Denkanstoss zu Diskussionen, die das Thema Tod in einen weiteren Rahmen stellen sollen, eignet sich Gaarders Roman aber trotzdem. (Quelle: R. Fassbind-Eigenheer, Und wenn sie nicht gestorben sind ..., Kommentierte Liste von Bilder-, Kinder- und Jugendbüchern sowie Fachliteratur für Lehrerinnen und Lehrer zum Thema "Sterben und Tod", Pestalozzianum Verl., Zürich, 1999) Die todkranke Cecilie erhält unerwartet Besuch: Ariel, ihr Schutzengel (Engel sind seit einiger Zeit in Mode!), macht sich bemerkbar und verwickelt sie in Gespräche über Gott und die Welt, über die menschliche Existenz, deren Begrenzung und Aufgehobensein in einem unendlichen Kosmos. Der Engel, ein Geistwesen, wünscht von ihr, dem Menschenkind, in die Geheimnisse des menschlichen Daseins eingeführt zu werden; zugleich ermöglicht er Cecilie im Rahmen ihrer Gespräche bruchstückhafte Einblicke in die Welt "jenseits des Spiegels". Dank seiner Hilfe gelingt es Cecilie, ein für ihr Alter erstaunliches Mass an Lebensweisheit zu erlangen. Und dass ihr Schutzengel Ariel auch auf ihrem letzten Gang im irdischen Dasein "durch den Spiegel" zum Reisebegleiter wird, versteht sich von selbst. - Gaarders stark von mythischen Bildern und philosophischem Denken geprägter Roman versteht sich als Denkanstoss im Hinblick auf eine Auseinandersetzung mit letzten Fragen. Die Figur der Cecilie, die als Vermittlerfigur zwischen jugendlichem Lesepublikum und religionsphilosophischem Gehalt des Romans eingesetzt ist, gerät teilweise nicht glaubwürdig: Argumentation und Reflexion bewegen sich auf einem dem Alter der Protagonistin nicht entsprechenden Niveau. Als Denkanstoss zu Diskussionen, die das Thema Tod in einen weiteren Rahmen stellen sollen, eignet sich Gaarders Roman aber trotzdem. (Quelle: R. Fassbind-Eigenheer, Und wenn sie nicht gestorben sind ..., Kommentierte Liste von Bilder-, Kinder- und Jugendbüchern sowie Fachliteratur für Lehrerinnen und Lehrer zum Thema "Sterben und Tod", Pestalozzianum Verl., Zürich, 1999) Wenn ein Engel kommt, dann zu Weihnachten, nicht zu jedem, aber zu Cecilie, die sehr krank ist. Er kommt von der anderen Seite des Spiegels. Cecilie ist auf der Seite, wo nur Bruchstücke vom Geheimnis der Schöpfung verstanden werden, "in einem dunklen Wort". In der Begegnung von Cecilie und dem Engel thematisiert Gaarder den Dualismus von Körper und Geist. Ihre Gespräche sind ernsthaft, aber auch locker und gelöst. Indem sie ihre Seinsweise mit der des Engels vergleicht, veranschaulicht Gaarder den Gedanken, dass der Mensch zwischen Himmel und Erde steht. Ein lehrhafter Roman, der sich theologisch-philosophisch mit den existentiellen Fragen des Menschen, der auf der Schwelle von Leben und Tod steht, befasst. Die konkret-anschauliche Vorgehensweise und der lockere Grundton könnten Jugendlichen einen Zugang verschaffen. - Empfohlen, auch für Schulbibliotheken, ab 13 und für Erwachsene