Die Verbändeforschung hat sich seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einer wichtigen sozialwissenschaftlichen Teildisziplin entwickelt. Ihr fachübergreifender Charakter erzeugte einen ausgeprägten Pluralismus erkenntnisleitender Interessen und Fragestellungen, der die Formulierung einer einheitlichen Verbändetheorie bis heute verhindert hat. 15 Einzelportraits präsentieren Biographien und Werke derjenigen Wissenschaftler, die diese Forschungstradition entscheidend geprägt haben. Umrahmt werden sie von zwei Überblicksdarstellungen, die sowohl die Entwicklungslinien der klassischen Periode bis ca. 1980 analysieren als auch die neueren Forschungstrends. Dabei wird deutlich, dass 'Klassik' und 'Moderne' der Verbändeforschung bis heute eng verknüpft sind und eine fruchtbare Verbindung zwischen schöpferischem Pioniergeist und innovativer Fortentwicklung darstellen. Front Matter....Pages 1-6 Theorie und Empirie einer Forschungstradition: Das Panorama der klassischen Verbändeforschung....Pages 9-33 Front Matter....Pages 35-35 Verbände als Indikator freiheitlicher Ordnung: Alexis de Tocqueville....Pages 37-55 Verbände als organisatorisches Spiegelbild der Gesellschaft: David B. Truman....Pages 57-71 Verbände als Manifestation des Neopluralismus: Ernst Fraenkel....Pages 73-89 Front Matter....Pages 91-91 Verbände als Indikator variabler Mitgliedermobilisierung: Mancur Olson....Pages 93-110 Verbände als Instrument politischer Unternehmer: Robert H. Salisbury....Pages 111-129 Verbände als Spielball mitgliedschaftlicher Kalküle: Albert O. Hirschman....Pages 131-142 Front Matter....Pages 143-143 Verbände als Speerspitze des Klassenkampfs: Karl Marx....Pages 145-165 Verbände als Ausdruck des „Pluralismus der Souveränitäten“: Harold Laski....Pages 167-182 Verbände als Konsequenz tradierter Klassenunterschiede: Claus Offe....Pages 183-195 Front Matter....Pages 197-197 Verbände als bürokratische Organisationen: Max Weber....Pages 199-221 Verbände als Herrschaftsinstrument politischer Oligarchien: Robert Michels....Pages 223-240 Verbände als pluralistische Stratarchien: Samuel J. Eldersveld....Pages 241-255 Front Matter....Pages 257-257 Verbände als korporative „RealpersÖnlichkeiten“ im Staat: Otto von Gierke....Pages 259-273 Verbände als neokorporatistische Monopolorganisationen: Philippe C. Schmitter....Pages 275-288 Verbände als Dialogpartner im kooperativen Staat: Gerhard Lehmbruch....Pages 289-301 Front Matter....Pages 303-303 Klassik und Moderne: Neue Verbändetheorien und ihre gesellschaftliche Reflexion....Pages 305-337 Back Matter....Pages 341-348 Die Verbandeforschung hat sich seit der ersten Halfte des 19. Dabei wird deutlich, dass 'Klassik' und 'Moderne' der Verbandeforschung bis heute eng verknupft sind und eine fruchtbare Verbindung zwischen schoepferischem Pioniergeist und innovativer Fortentwicklung darstellen.