Von der ältesten Produktions- und Wirtschaftsweise, der des Jagens und Sammelns, bis zum gegenwärtigen Industrie- und Finanzkapitalismus ging es den Menschen darum, durch Aktivitäten an Güter und Dienstleistungen zu gelangen, die „zum Leben“ benötigt werden. Die Menschen kreieren Techniken zur Produktion und Normen zur Verteilung der Güter, aber auch Organisationsformen und Institutionen, in deren Rahmen diese Produktions- und Verteilungsprozesse stattfinden. Diese realen Entwicklungen sind Gegenstand der Wirtschaftsgeschichte. Aber das Reflektieren dieser Regeln, Prozesse, Institutionen und Organisationsformen – nennen wir es das ökonomische Denken – ist die andere Seite der Medaille. Aus dem Denken über ökonomische Sachverhalte und Vorgänge entstand sukzessive die Ökonomik, die im deutschsprachigen Raum noch immer Volkswirtschaftslehre genannt wird, obwohl das „Volk“ explizit kein Thema dieser Disziplin ist. In dem vorliegenden Buch wird der Versuch unternommen, die wichtigsten Entwicklungslinien des ökonomischen Denkens von seinen schriftlich verfügbaren Anfängen bis zur Ökonomik des 20. Jahrhunderts nachzuzeichnen und die wirtschaftshistorischen Rahmenbedingungen dieser Entwicklung darzustellen. Von der ältesten Produktions- und Wirtschaftsweise, der des Jagens und Sammelns, bis zum gegenwärtigen Industrie- und Finanzkapitalismus ging es den Menschen darum, durch Aktivitäten an Güter und Dienstleistungen zu gelangen, die "zum Leben" benötigt werden. Die Menschen kreieren Techniken zur Produktion und Normen zur Verteilung der Güter, aber auch Organisationsformen und Institutionen, in deren Rahmen diese Produktions- und Verteilungsprozesse stattfinden. Diese realen Entwicklungen sind Gegenstand der Wirtschaftsgeschichte. Aber das Reflektieren dieser Regeln, Prozesse, Institutionen und Organisationsformen - nennen wir es das ökonomische Denken - ist die andere Seite der Medaille. Aus dem Denken über ökonomische Sachverhalte und Vorgänge entstand sukzessive die Ökonomik, die im deutschsprachigen Raum noch immer Volkswirtschaftslehre genannt wird, obwohl das "Volk" explizit kein Thema dieser Disziplin ist. In dem vorliegenden Buch wird der Versuch unternommen, die wichtigsten Entwicklungslinien des ökonomischen Denkens von seinen schriftlich verfügbaren Anfängen bis zur Ökonomik des 20. Jahrhunderts nachzuzeichnen und die wirtschaftshistorischen Rahmenbedingung dieser Entwicklung darzustellen. Der Inhalt Antike griechische Wirtschaft und Anfänge ökonomischen Denkens Die "eingebettete Wirtschaft" im Mittelalter und ihre Entdeckung im Merkantilismus Das Zeitalter der klassischen politischen Ökonomie und Marx Der Marginalismus und die Neoklassik Die historische Nationalökonomie und ihr Niedergang nach dem Ersten Weltkrieg Entwicklungen nach den Weltkriegen: Unvollkommene Konkurrenz, Makroökonomie und Allgemeine Gleichgewichtstheorie Der Autor Prof. Dr. Volker Caspari leitet des Fachgebiet Volkswirtschaftslehre, Schwerpunkt Wirtschaftstheorie, an der TU Darmstadt Front Matter ....Pages I-IX Einleitung (Volker Caspari)....Pages 1-6 Antike griechische Wirtschaft und Anfänge ökonomischen Denkens (Volker Caspari)....Pages 7-14 Die Wirtschaft im Mittelalter (Volker Caspari)....Pages 15-32 Spiegelungen der Wirtschaft im Denken der Scholastik (Volker Caspari)....Pages 33-43 Das Zeitalter des Merkantilismus (Volker Caspari)....Pages 45-49 Die Physiokratie (Volker Caspari)....Pages 51-52 Das Zeitalter der klassischen Politischen Ökonomie (Volker Caspari)....Pages 53-91 Der Marginalismus und die Nutzentheorie (Volker Caspari)....Pages 93-97 Alfred Marshall und die Neoklassik (Volker Caspari)....Pages 99-108 Die Kapitaltheorie (Volker Caspari)....Pages 109-122 Die Historische Nationalökonomie (Volker Caspari)....Pages 123-129 Entwicklungen in der Volkswirtschaftslehre nach dem Ersten Weltkrieg (Volker Caspari)....Pages 131-159 Entwicklungen nach dem Zweiten Weltkrieg (Volker Caspari)....Pages 161-215 Alte und Neue Institutionenökonomik (Volker Caspari)....Pages 217-220 Back Matter ....Pages 221-234 Von der altesten Produktions- und Wirtschaftsweise, der des Jagens und Sammelns, bis zum gegenwartigen Industrie- und Finanzkapitalismus ging es den Menschen darum, durch Aktivitaten an Guter und Dienstleistungen zu gelangen, die "zum Leben" benoetigt werden.